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Maitre Tong
„Wenn du Wasser trinkst, denkst du an die Quelle?
….Wenn du deine Kunst ausübst, kannst du leugnen, wer sie dich lehrte?"
 

Samstag, November 18, 2017

Qwankido

Die vietnamesische Kampfkunst
Die vietnamesische Kampfkunst ist nicht eine neue Methode, um auf ein modernes Bedürfnis zu antworten und auch nicht die Erfindung einer einzelnen Person, sondern vielmehr das Werk eines ganzen Volkes, welches im Laufe seiner Geschichte immer wieder ums Überleben kämpfen musste. 

An einem strategisch wichtigen Punkt in Süd-Ost-Asien gelegen, ist Vietnam Wiege einer Zivilisation mit fast fünftausendjähriger Geschichte, im Laufe derer das vietnamesische Volk mit einer ausserordentlichen Lebenskraft seinen Geist und seine Kultur formte. Die vietnamesische Kampfkunst belebte dieses kämpferische Volk und gab ihm immer wieder Kraft und Hoffnung.

Der Herrscher HUNG VUONG gilt als Begründer der vietnamesischen Kampfkunst. Tatsächlich fand unter der HUNG-VUONG-Dynastie (2879 – 258 BC) die Strukturierung der vietnamesischen Kampfkunst, wie auch der traditionellen Medizin und der Philosophie statt. Einst schlicht „VO“ genannt, enthüllte die vietnamesische Kampfkunst seine Tiefe und seinen Reichtum nur im familiären Umfeld, unter äusserst strengen Bestimmungen und einer fast absoluten Geheimhaltung. Trotz der Geheimhaltung kennt die vietnamesische Geschichte zwei Perioden der Verbreitung der vietnamesischen Kampfkunst:

  •  das erste Mal unter der Dynastie LY (1009 -1400)
  •  das zweite Mal unter dem berühmten Herrscher QUANG TRUNG (1788 -1792)


Während der zweiten Periode, nahm die vietnamesische Kampfkunst im staatlichen Unterricht einen gleichen Stellenwert wie die Literatur ein. Die Titel „diplomiert in Kampfkünsten“ und „doktoriert in Kampfkünsten“ wurden gleichzeitig mit der königlichen Universität der Kampfkünste (GIAN VO DUONG) geschaffen. Jene zwei Perioden gehören zu den ruhmreichsten und glänzendsten in der vietnamesischen Geschichte. 

Leider wurde während der jüngsten Dynastie der NGUYEN (1802 – 1945) – einer schwachen und bedeutungslosen Dynastie – die vietnamesische Kampfkunst verboten und verschwand an diesem Punkt sogar aus dem Bewusstsein der damaligen jungen Generation, was soweit ging, dass die Jungen nicht einmal mehr von deren Existenz wussten. Trotzdem wurde das Training illegal und im Geheimen in den „MON PHAI“ (geheime Gesellschaften/Schulen) weitergeführt. Diese Situation führte dazu, dass sich unterschiedliche Strömungen/Richtungen entwickeln konnten (Strömung des Nordens, der Mitte und des Südens). Die bekanntesten sind diejenigen von BAC NINH, QUANG NINH, und BINH DINH. Zur gleichen Zeit immigrierten in Süd-Vietnam zahlreiche chinesische Flüchtlinge, welche von der in China herrschenden T’SING-Dynastie vertrieben wurden. Diese Immigranten brachten chinesische Kampfkunst-Strömungen mit nach Vietnam, welche die heimischen ebenfalls beeinflussten. 

Man musste bis zur Ausrufung der Unabhängigkeit Vietnams im Jahre 1945 warten, damit die vietnamesische Kampfkunst von neuem eingeführt und offiziell betrieben werden konnte. 

Die chinesische Kampfkunst
Maître CHAU QUAN KY gehörte dem Volk der HAKKA an, welches in Südwest-China ansässig ist.

Die HAKKA betreiben den sehr berühmten Stil THIEU LAM NGA MI PHAI (SHAO LIN E MAI PAI)*, welcher ursprünglich die Gottesanbeterin-Methode CHAU GIA DUONG LANG PHAI(ZHU JIA TANG LANG PAI)*, die Hand-Techniken, begleitet von sehr schnellen Stellungswechseln und vom Ausweichen, bevorzugt. Diese Techniken bewahren trotz allem die Besonderheiten der örtlichen Methoden und nur die grossen Lehrer sichern die Weitergabe dieser Eigenarten.

* die Bezeichnungen sind auf Vietnamesisch (QUOC NGU) und in Klammern auf Chinesisch (PIN YIN) wiedergegeben.

 

 

 


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